Geschichte

  • 1819

     

    Friedrich Harkort (Bild) begründet zusammen mit Heinrich Kamp in Wetter an der Ruhr die Mechanische Werkstätte Harkort & Co. Die beiden wollen fortschrittliche englische Technik nach Deutschland bringen und so die Industrialisierung in Gang setzen. Der preußische König unterstützt das Unternehmen und verkauft ihnen die Burg Wetter zu einem vergünstigten Preis.

    1819

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  • 1819

     

    Um das nötige Know-how zu gewinnen, reist Friedrich Harkort im Juni 1819 mit einem englischen Ingenieur nach Großbritannien. Auf der Reise durch das „Mutterland der Technik“  besucht er Fabriken, kauft Werkzeuge und Maschinen und wirbt Fachkräfte für die Mechanische Werkstätte Harkort & Co. in Wetter an.

    1819

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  • 1820

     

    Die Mechanische Werkstätte liefert die ersten Dampfmaschinen (Bild) aus. Es sind Eigenkonstruktionen nach englischem Vorbild, die das fortschrittliche, von James Watt entwickelte Prinzip nutzen. Mit dem Bau von Dampfmaschinen gibt die Mechanische Werkstätte wichtige Impulse für die industrielle Entwicklung und gewinnt Kunden über das Ruhrgebiet hinaus.

    1820

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  • 1821

     

    Der preußische Handelsminister Graf von Bülow besucht die Mechanische Werkstätte Harkort & Co in Wetter. Weitere Politiker folgen, und auch die Presse wird auf die Neugründung aufmerksam. Als eine der „merkwürdigsten und bewundernswertesten Anstalten“ beschreibt die Allgemeine Preußische Staatszeitung die Fabrik in Wetter.

    1821

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  • 1826

     

    Friedrich Harkort erweitert die Fabrik und steigt in die Stahlerzeugung ein. Mit Hilfe von Spezialisten aus England errichtet er auf der Burg Wetter das erste Puddelwerk in Westfalen. Die Türen stehen Interessierten offen. Harkort ermutigt andere, seine Ideen aufzugreifen und zu verbessern. Von Wetter aus verbreitet sich das neue Verfahren zur Stahlerzeugung schnell.

    1826

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  • 1830

     

    Ludwig Stuckenholz, talentierter Geselle in der Mechanischen Werkstätte, macht sich 1830 selbstständig. Mit Unterstützung von Friedrich Harkort richtet er auf der Burg Wetter eine Dampfkesselschmiede ein, die seinen Namen trägt. Aus dem kleinen Betrieb wird sich ein weltweit führender Kranhersteller entwickeln. Ludwig Stuckenholz ist das zweite Vorgängerunternehmen der Demag.

    1830

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  • 1834

     

    Friedrich Harkort zieht sich aus der Mechanischen Werkstätte zurück. Seine Anteile verkauft er an Partner Heinrich Kamp (Bild), der das Unternehmen als „Mechanische Werkstätte Kamp & Co.“ weiterführt. Harkort wendet sich der Politik zu und gibt zudem wichtige Impulse für den Eisenbahnbau in Deutschland.

    1835

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  • 1845

     

    Kamps Neffe Alfred Trappen tritt in die Mechanische Werkstätte ein. Unter seiner Leitung entwickelt sich das Unternehmen in den folgenden Jahrzehnten zu einem Spezialisten für die Ausrüstung von Stahl- und Walzwerken. Trappens guter Ruf und sein Geschäftssinn sorgen dafür, dass die Mechanische Werkstätte Maschinen und Anlagen bis nach Russland liefert.

    1845

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  • 1862

     

    Die beiden Freunde August Bechem und Theodor Keetman gründen in Duisburg das dritte Vorgängerunternehmen der Demag: Die Maschinenfabrik Bechem & Keetman, die wenige Jahre später zur Duisburger Maschinenbau AG umfirmiert. Erste Erfolgsprodukte des Start-ups sind Schiffs- und Kranketten für Häfen. Kurz darauf gehören auch Walzwerke in Österreich zu den Kunden.

    1862

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  • 1863

     

    Die Mechanische Werkstätte Kamp & Co liefert einen 300 Zentner-Dampfhammer (Bild) an die Wittener Gußstahlfabrik. Die von Alfred Trappen konstruierte Maschine gehört zu den ersten ihrer Art in Deutschland und wird mehr als 40 Jahre lang in Betrieb bleiben. Die Ausstattung der Eisenhüttenindustrie wird in den Jahren vor der Reichsgründung zum Schwerpunkt der Fabrik in Wetter.

    1863

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  • 1867

     

    Rudolph Bredt (Bild) tritt nach seiner Ausbildung in England 1867 als Ieitender Ingenieur bei Stuckenholz in Wetter ein. Er wird zum Nachfolger von Ludwig Stuckenholz und spezialisiert das Unternehmen auf der Burg Wetter innerhalb kürzester Zeit auf die Herstellung von Kranen und Hebezeugen. Auch international macht sich Bredt einen Namen als Meister des Kranbaus.  

    1867

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  • 1872

     

    Ein Jahr nach der Gründung des Deutschen Kaiserreichs ziehen die beiden Unternehmen von der Burg Wetter hinab ins Ruhrtal. Der neue Standort, direkt am Fluss und neben dem Bahnhof, bietet für Stuckenholz (Bild) und die Mechanische Werkstätte eine exzellente Verkehrsanbindung und Platz zum Wachsen. Hier befindet sich bis heute die Demag Cranes & Components.

    1872

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  • 1873

     

    Auf der Weltausstellung in Wien beeindrucken die drei Vorgängerunternehmen der Demag mit ihren Produkten: Die Duisburger Maschinenbau AG präsentiert Flaschenzüge, Ketten und Krane. Die Mechanische Werkstätte, die inzwischen Märkische Maschinenbauanstalt AG heißt, zeigt einen Dampfhammer und Ludwig Stuckenholz einen Laufkran mit Dampfantrieb und Seilzug (Bild).

    1873

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  • 1880

     

    Beim Bau des Gotthard-Tunnels in der Schweiz (Bild: Eröffnung) kommen Gesteinsbohrmaschinen der Duisburger Maschinenbau AG zum Einsatz. Im festen Granit der Alpen erreicht man mit diesen Maschinen einen Fortschritt von täglich vier bis fünf Metern. Die Duisburger Fabrik entwickelt sich in diesen Jahren zu einem Spezialisten für Tunnel- und Bergbau.

    1880

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  • 1887

     

    Für die Werft Blohm & Voss in Hamburg entwickelt Rudolph Bredt bei Stuckenholz den weltweit ersten Laufkran mit Elektroantrieb. Mit einer Tragkraft von 150 Tonnen und einer Reichweite von 19,5 Metern von der Drehachse bis zum Lasthaken gilt er 1887 als größter Kran der Welt. Die Kombination von Eisenbau, Maschinenbau und Elektrotechnik ist zukunftsweisend für den Bau von Hafenkranen.
    (Bild: Stadtarchiv Wetter)

    1887

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  • 1893

     

    Die Firma Ludwig Stuckenholz veröffentlicht den ersten Krankatalog überhaupt. Auf mehr als 80 Seiten zeigt das Unternehmen eine große Bandbreite an „Krahn-Typen“ mit vielen Details. Der Katalog ist nicht nur als Service für Kunden gedacht, sondern soll auch das Urheberrecht von Stuckenholz schützen.
    (Bild: Stadtarchiv Wetter)

    1893

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  • 1896

     

    In Benrath bei Düsseldorf gründet Wilhelm de Fries (Bild) das vierte Vorgängerunternehmen der Demag: die Benrather Maschinenfabrik. Das junge Unternehmen entwickelt erstmals einen Laufkran mit mehreren getrennten elektrischen Antrieben und baut robuste elektrische Hafenkrane. Mit der Benrather Maschinenfabrik erwächst Stuckenholz ernsthafte Konkurrenz.

    1896

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  • 1899

     

    Wolfgang Reuter (Bild von 1938) wird Nachfolger von Rudolph Bredt an der Spitze der Firma Ludwig Stuckenholz in Wetter. Der Ingenieur  arbeitet bereits seit 1888 bei dem Kranbauer, nachdem er zuvor ein Studium im finnischen Helsinki absolviert hat. Wolfgang Reuter ist die Schlüsselfigur für die spätere Gründung der Deutschen Maschinenfabrik Demag.

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  • 1906

     

    Die Märkische Maschinenbauanstalt und Ludwig Stuckenholz fusionieren zur Märkischen Maschinenbauanstalt Ludwig Stuckenholz AG. Mit einem Tunnel unter der Straße schafft man eine direkte Verbindung. Das  neue Unternehmen unter der Leitung von Wolfgang Reuter hat viele verschiedene Produkte im Programm: Krane und Hebezeuge, Stahl- und Walzwerke, Dampf- und Gasmaschinen, Hämmer und Pressen (Bild).

    1906

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  • 1906

     

    Die Märkische Maschinenbauanstalt Stuckenholz AG beginnt mit dem Bau eigener Werkswohnungen auf einer Anhöhe über dem Ort. Die Siedlung „Stuckenholzhöhe“ (Bild) besteht aus vorbildlichen Mehrfamilienhäusern mit großen Gemeinschaftsgärten. Mit Kranken- und Unterstützungskassen sichert das Unternehmen seine mehreren hundert Arbeiter umfassend ab.

    1906

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  • 1908

     

    Die Benrather Maschinenfabrik liefert einen Schwimmkran von mehr als vierzig Metern Höhe an die nordirische Werft Harland & Wolff. Der gigantische Kran kann bis zu 150 Tonnen tragen und wird eingesetzt, um die Luxusschiffe der White Star-Linie zu bauen: die „Olympic“ (Bild), die „Gigantic“ – und das berühmte spätere Unglücksschiff, die „Titanic“.
    (Bild: Deutscher Titanic-Verein von 1997)

    1908

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  • 1910

     

    Die großen Konkurrenten im Bereich Kran- und Hebezeuge sowie Hüttenwerksbau schließen sich zur Deutschen Maschinenfabrik AG zusammen. Treibende Kraft ist die von Wolfgang Reuter geleitete Märkische Maschinenbauanstalt Stuckenholz AG, die anderen beiden Partner sind die Duisburger Maschinenbau und die Benrather Maschinenfabrik. Das Telegrammkürzel „Demag“ wird bald zur Marke.

    1910

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  • 1911

     

    Generaldirektor Wolfgang Reuter zieht mit seinen Verwaltungsangestellten von Wetter nach Duisburg. Dort entsteht die Verwaltungszentrale der Deutschen Maschinenfabrik (Bild). In den leer gewordenen Räumlichkeiten in Wetter richtet man eine Elektrozug-Fabrik ein. Außerdem unterhält die Deutsche Maschinenfabrik hier die zentrale Gießerei und fertigt Lastmagnete, Zahnräder und Laufkrane.

    1911

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  • 1912

     

    Der erste elektrisch angetriebene Seilzug der Deutschen Maschinenfabrik kommt auf den Markt. Die Konstruktion basiert auf älteren Modellen der Vorgängerfirmen in Benrath und in Duisburg, nützt aber ein Seil anstatt einer Kette sowie ein Planetengetriebe. Der Konzern bewirbt die Elektrozüge mit einer Tragkraft von bis zu 5.000 Kilogramm als eine „neuartige Gattung von kleineren Hebezeugen“.

    1912

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  • 1913

     

    Die Deutsche Maschinenfabrik liefert den weltweit größten Kran an die Reederei Blohm & Voss in Hamburg. Der Koloss kann bis zu 250 Tonnen heben und ist als Hammerwippkran mit einem aufklappbaren Lastausleger gebaut. Dadurch lässt sich seine Höhe noch einmal um 22 Meter auf 66 Meter vergrößern.

    1913

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  • 1914-1918

     

    Während des Ersten Weltkriegs stehen viele Mitarbeiter der Deutschen Maschinenfabrik im Kriegsdienst. An ihrer Stelle arbeiten mehr Frauen und Lehrlinge in der Produktion. Der Konzern ist in die Kriegswirtschaft des Deutschen Reichs eingebunden. Er beliefert nicht nur Rüstungsunternehmen, sondern fertigt auch selbst Waffen wie Dolche, Minenwerfer oder Granaten.
    (Bild: Deutsches Historisches Museum)

    1914-1918

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  • 1921

     

    Die Deutsche Maschinenfabrik richtet in Wetter eine Lehrlingswerkstatt ein. Auch an den anderen beiden Standorten bildet der Konzern seinen Nachwuchs selbst aus. In einem aufwändigen Verfahren wählt man zunächst die fähigsten Kandidaten aus, die dann über mehrere Jahre hinweg umfassend geschult werden. Bis heute ist die hervorragende Ausbildung einer der Grundpfeiler für den Erfolg der Demag.   

    1921

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  • 1923

     

    Ruhrbesetzung und Inflation lasten schwer auf den Werken in Wetter, Duisburg und Benrath. Als sich die Geldentwertung beschleunigt, gibt die Deutsche Maschinenfabrik eigenes Notgeld aus. Die Mitarbeiter erhalten ihre Löhne und Gehälter als Gutscheine, die sie in Banken eintauschen können. Die Einführung der Rentenmark beendet im Spätherbst 1923 die Inflation.
    (Bild:
    Stadtarchiv Wetter)

    1923

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  • 1924

     

    In den stabilen Jahren der Weimarer Republik wächst die Deutsche Maschinenfabrik durch Übernahmen und Beteiligungen. Zu den Unternehmen, mit denen sie sich verbindet, gehören etwa der Berliner Motorenhersteller Carl Flohr, die Maschinenfabrik Rybnik in Oberschlesien, die Schiess AG und die Defries Werke, beide in Düsseldorf, sowie die Maschinenbau AG Tigler in Duisburg. Als „Reuters gesammelte Werke“ bezeichnet man den Konzern daher auch.

    1924

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  • 1925

     

    Die Deutsche Maschinenfabrik stellt den Elektroseilzug N vor. Das Modell der zweiten Generation ist einfacher, kleiner und sicherer als der Vorgänger und nutzt zum Antrieb einen Verschiebeläufermotor. Der Erfolg ist riesig: Mehr als 40.000 elektrische Schnellhebezeuge werden bis Anfang der 1930er Jahre in allen Industriestaaten der Welt verkauft. Für die Serienproduktion baut man in Wetter eine neue Produktionshalle. 

    1925

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  • 1926

     

    Die Deutsche Maschinenfabrik vereinbart mit den Vereinigten Stahlwerken eine Aufteilung der Interessengebiete. Gemeinsam gründet man die neue Demag AG und bündelt darin den gesamten Maschinenbau beider Partner. So kommt auch die Maschinenfabrik Thyssen in Mülheim an der Ruhr zur Demag. Im Gegenzug gibt die Deutsche Maschinenfabrik ihre gesamte Stahlproduktion an die Vereinigten Stahlwerke ab.

    1926

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  • 1929

     

    Die Demag bringt den Elektroseilzug Modell K auf den Markt. Der kegelförmige Zug ist kleiner und leistungsfähiger als der ältere N-Zug und wird für Jahrzehnte zum Klassiker. Am Standort Wetter konzentriert sich die Demag nach der Schließung der Gießerei auf die Fertigung von Seilzügen, Kranen und Lastmagneten.

    1929

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  • 1930

     

    Während der Weltwirtschaftskrise entwickelt die Demag ein neues Kleinhebezeug: Die ersten Doppelwinden kommen in drei Größen mit einer Tragkraft bis zu 500 Kilogramm auf den Markt und sind zunächst für den Einsatz in der Landwirtschaft gedacht. Bald werden die Doppelwinden, die man in Wetter fertigt, aber auch in der Industrie eingesetzt, etwa um Säcke, Kisten oder Fleisch zu transportieren.
    (Bild:
    Deutsches Historisches Museum)

    1930

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  • 1930

     

    Demag liefert das Stahlgerüst für das höchste Gebäude Europas: den „Boerentoren“, Bauernturm, den eine Bankenvereinigung anlässlich der Weltausstellung in Antwerpen erbauen lässt. Mit Großaufträgen aus dem Ausland behauptet sich der Konzern in den Jahren der Weltwirtschaftskrise besser als andere Hersteller. Zeitweise macht die Demag mehr als 80 Prozent des Umsatzes im Export.

    1930

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  • 1934

     

    Die Demag kauft die Aktiengesellschaft für Eisenindustrie und Brückenbau vormals Caspar Harkort in Duisburg und gliedert sie als „Abteilung Harkort“ in den Konzern ein. 1934 errichtet Demag eine große Rheinbrücke, die die Duisburger Stadtteile Rheinhausen und Hochfeld verbindet (Bild). Nach dem Ende der Weltwirtschaftskrise wird der Bau großer Brücken zu einem erfolgreichen Standbein der Demag.

    1934

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  • 1936

     

    Die Demag löst die Verbindung zu den Vereinigten Stahlwerken und wird dadurch zum größten unabhängigen Maschinenbaukonzern Deutschlands (Bild: Kranbauhalle in Wetter). Das Unternehmen ist im In- und Ausland erfolgreich und wächst durch den Zukauf anderer Unternehmen: etwa der Abteilung Lauchhammer der Mitteldeutschen Stahlwerke und der Norddeutschen Maschinenfabrik Nomag. 

    1936

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  • 1937

     

    Auf der Reichsausstellung „Schaffendes Volk“ in Düsseldorf ist Demag mit einem eigenen Pavillon vertreten (Bild). Wie andere Großunternehmen ist der Konzern eng in das nationalsozialistische Wirtschaftssystem und in die Rüstung eingebunden. Das Werk Wetter baut im Auftrag der Wehrmacht etwa das Halbkettenfahrzeug „Sonderkraftfahrzeug 10“ D7. 
    (Bild: Stadtarchiv Düsseldorf)

    1937

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  • 1937

     

    In Düsseldorf-Benrath richtet die Demag neben dem bestehenden Kranwerk eine neue Fertigungsstätte ein. Die Demag Baggerfabrik profitiert vom Boom der Bauwirtschaft. In Duisburg-Hamborn wird aus der kurz zuvor erworbenen Norddeutschen Maschinenfabrik Nomag die Demag-Greiferfabrik.

    1937

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  • 1938

     

    Die Demag Zug GmbH mit Sitz in Wetter wird gegründet. Als eigenständige Tochter der Demag AG ist sie für die Konstruktion und den Vertrieb von Kleinhebezeugen zuständig. Der eigentliche Bau der Elektrozüge und Doppelwinden verbleibt aber unter dem Dach der Demag AG. Am Standort Wetter gibt es damit für Jahrzehnte zwei unterschiedliche Arbeitgeber.

    1938

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  • 1940

     

    Hans Reuter tritt die Nachfolge seines Vaters Wolfgang an und wird Generaldirektor der Demag. Reuter arbeitet schon seit den 1920er Jahren in Duisburg, wo er zuerst für den Export, dann für die Bereiche Hüttenbau und Finanzen zuständig war. Während des Krieges ist Hans Reuter als „Rüstungsobmann“ eng in die Kriegswirtschaft des NS-Staats eingebunden.

    1940

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  • 1940

     

    Im Werk Wetter stellt Demag im Auftrag der Wehrmacht Diesellokomotiven in Serie her. Die Anfänge der Produktion reichen vermutlich bis 1936 zurück, und auch nach dem Krieg bleiben Lokomotiven Teil des Fertigungsprogramms (Bild). Für die Wehrmacht produziert die Demag in Wetter außerdem Militärfahrzeuge und Motoren.

    1940

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  • 1940-1945

     

    Um die Produktion im Zweiten Weltkrieg aufrecht zu erhalten, greift die Demag vermehrt auf Zwangsarbeiter zurück. Zu ihnen zählen Kriegsgefangene sowie zwangsverpflichtete Arbeiterinnen und Arbeiter aus den besetzten Gebieten. Alleine in den Stammwerken in Wetter, Duisburg und Benrath wächst die Zahl der Zwangsarbeiter bis 1944 auf mehr als 3.600 Menschen. In Oberwengern auf der anderen Ruhr-Seite errichtet das Werk Wetter ein eigenes großes Zwangsarbeiterlager.
    (Bild: Bauplan -
    Stadtarchiv Wetter)

    1940-1945

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  • 1943

     

    Der Krieg ist auch in Deutschland zu spüren. Bombenangriffe beeinträchtigen den Betrieb an allen Standorten: Die Duisburger Zentrale der Demag wird mehrmals schwer getroffen. In Wetter legt eine durch die Zerstörung der Möhnetalsperre (Bild) verursachte Überschwemmung die Fertigung von Elektrozügen für Wochen still.

    1943

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  • 1945

     

    Nach Kriegsende liegen die Fabriken der Demag in Wetter, Duisburg und Benrath in der britischen Besatzungszone. Alle Standorte dürfen die Produktion rasch wieder aufnehmen. Die Alliierten nützen das Know-how und die Maschinen der Demag für Aufräumarbeiten. In Wetter beschlagnahmen die Briten einen Teil des Werkes und richten darin die Reparaturwerkstätte REME (Bild) ein.

    1945

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  • 1947

     

    Hans Reuter kehrt als Generaldirektor wieder an die Spitze der Demag AG zurück. 1945/46 hatten ihn die Briten noch zusammen mit anderen Ruhrindustriellen für mehrere Monate interniert, nach Abschluss seines Entnazifizierungsverfahrens übernimmt er wieder die Konzernleitung. Hans Reuter macht sich um den Wiederaufbau der Demag verdient und wird 1954 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

    1947

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  • 1948

     

    Die Alliierten lassen aus den drei Stammwerken der Demag in Wetter, Duisburg und Benrath 238 Maschinen abtransportieren. Diese Demontagen sorgen für Nervosität in den Werken, lassen sich letztlich aber gut verkraften. Als die verlorenen Maschinen kurz darauf mit Hilfe von Krediten aus dem amerikanischen Marshallplan ersetzt werden, modernisiert das die Fertigung erheblich.
    (Bild: Landesarchiv NRW)

    1948

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  • 1950

     

    In der jungen Bundesrepublik springt der Export rasch wieder an. Demag ist mit Kranen und Hebezeugen, aber auch mit dem Bau von Hütten- und Walzwerken weltweit erfolgreich: Besonders spektakulär sind Großprojekte in Ägypten, Indien und in Norwegen, wo der deutsche Konzern die größte Erzverladeanlage Europas baut (Bild). Auch die Demag Zug richtet sich international aus und gründet die erste Auslandsgesellschaft in Italien.

    1950

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  • 1953

     

    Die Demag bringt ihren ersten Kettenzug auf den Markt. Der „kleine Demag“ wird in der Fabrik in Wetter seriell gefertigt. Er nützt eine Rollenkette und ist in drei Größen für Lasten bis 125, bis 250 und bis zu 500 Kilogramm erhältlich. Handwerker und Händler sind begeistert: Mit dem Kettenzug erschließt sich Demag neue Absatzmärkte auch im kleingewerblichen Bereich.

    1953

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  • 1953

     

    Im Werk Wetter nimmt Demag die Produktion von Mobilkranen auf. Ausgestattet mit Auslegerkranen und Dieselmotor können diese robusten Fahrzeuge auch auf schwierigem Gelände eingesetzt werden. Die Nachfrage ist groß – auch im Ausland. Schon ein Jahr nach Produktionsbeginn liefert Demag Mobilkrane im Wert von rund vier Millionen DM nach Großbritannien.

    1953

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  • 1954

     

    Das Werksorchester Wetter spielt erstmals auf. Die rund zwanzig Musiker gestalten das musikalische Programm bei Feierlichkeiten und geben Konzerte – oft gemeinsam mit dem Chor, der sich ebenfalls aus Werksangehörigen zusammensetzt. Musikalische Projekte über die Standorte hinweg stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb des Konzerns.

    1954

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  • 1956

     

    Im Otto-Oehme-Saal (Bild) speisen die Mitarbeiter des Werks Wetter günstig und gut zu Mittag oder kommen zu Konzerten und Festivitäten zusammen. Der Saal ist Teil des neuen Verwaltungsgebäudes, das die Demag in Wetter eröffnet. Der Konzern fördert gemeinschaftliche Aktivitäten, außerdem wird die Belegschaft mit Treueprämien und Mitarbeiteraktien am Erfolg des Unternehmens beteiligt.

    1956

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  • 1957

     

    Im kanadischen Toronto gründet die Demag Sparte Fördertechnik die erste Auslandsgesellschaft auf dem nordamerikanischen Kontinent. Sie ist zunächst für den Vertrieb von Kran- und Hebezeugen verantwortlich und wird später zu einer Fertigungsstätte ausgebaut. Auch in anderen Teilen der Welt errichtet die Fördertechnik Fabriken und Gesellschaften. Auf den großen internationalen Messen (Bild: Hannover) können sich Kunden über das Programm der Demag informieren.

    1957

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  • 1959

     

    Der Elektroseilzug Modell P kommt auf den Markt. Das neue Hebezeug der Demag ist für Traglasten von bis zu 32 Tonnen ausgelegt, und lässt sich individuell anpassen (Bild: Papierindustrie). Antrieb, Getriebe, Seiltrieb, Elektromotor und Bremse sind nach dem Verschiebläuferprinzip konstruktiv vereinigt.

    1959

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  • 1961

     

    Der große Erfolg der Demag Kettenzüge erfordert die Ausweitung der Kapazitäten. Im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern errichtet die Demag Fördertechnik eine Fabrik, in der ausschließlich Kettenzügen gefertigt werden. Der neue Standort wächst schnell, weil sich die Kleinzüge zum erfolgreichsten Serienprodukt des Konzerns entwickeln.

    1961 Bad Bergzabern

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  • 1962

     

    Im Auftrag des Verlagshauses Bertelsmann errichtet die Demag das erste automatische Hochregallager Deutschlands. Es ist zwanzig Meter hoch und fasst bis zu sieben Millionen Bücher – eine Pionierleistung. Weitere Aufträge folgen, so dass die „Verteiltechnik“ am Standort Wetter rasch zu einem wichtigen Standbein der Fördertechnik wird.

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  • 1962

     

    Die Demag Fördertechnik kauft den Motorenhersteller Conz in Hamburg, an dem sie schon seit 1927 beteiligt ist. Conz wird in den folgenden Jahren zum neuen großen Motorenwerk für die Elektrozüge ausgebaut. Hier baut man Bremsmotoren nach dem Konusläuferprinzip (Bild), während der Motorenbau im Werk Wetter ganz eingestellt wird.

    1962

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  • 1963

     

    Der Kettenzug PK „Junior“ ist die Grundlage für den innovativen Kran-Bau-Kasten KBK der Demag. Kettenzug und Kranbaukasten bilden gemeinsam das „System Junior“, das zu einem großen Erfolg wird. Damit lassen sich aus standardisierten Bauteilen leichte Hängekrane und -bahnen sowie Wand- und Säulenschwenkkrane sowie Portalkrane (Bild). bauen.

    1963

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  • 1963

     

    Die Werbeabteilung der Demag Zug engagiert Vicco von Bülow für eine Zusammenarbeit. Der unter seinem Künstlernamen Loriot bekannte Cartoonist illustriert für die Fördertechnik in Wetter eine Reihe von Anzeigen, die die Themen Heben, Bewegen und Fördern humorvoll thematisieren.

    1963

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  • 1963

     

    Die Demag bringt den neuen Kettenzug PK, genannt „der Junior“, auf den Markt. Er steht in vier Tragfähigkeiten von bis zu 1.000 Kilogramm zur Verfügung. Als Antriebsmotor dient ein Verschiebeläufer-Bremsmotor, als Tragorgan eine hochfeste Rundgliederkette.  Bei Bedarf wird der Kettenzug mit einem Feinhub ausgestattet und mit einem Hand- oder Elektrofahrwerk in eine Laufkatze verwandelt. Bis zu seiner Ablösung werden von dem Kettenzug PK mehr als 1 Mio. Exemplare verkauft.

    1963

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  • 1967

     

    Otto Blank (Bild) bleibt im Vorstand der Demag AG für den Bereich Fördertechnik zuständig und treibt die Internationalisierung der Sparte konsequent voran, auch als der Konzern einen neuen Generaldirektor bekommt: Wolfgang Reuter, einziger Sohn von Hans Reuter, leitet die Demag AG ab 1967 in dritter Generation, nach seinem Vater Hans Reuter und seinem Großvater Wolfgang Reuter, dem Gründer der Deutschen Maschinenfabrik.

    1967

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  • 1969

     

    Wolfgang Reuter lässt die Demag nach dem Spartenprinzip umstrukturieren. Die Entwicklungs- und Verkaufsgesellschaft Demag Zug wird aufgelöst und mit anderen Bereichen der Fördertechnik zur Demag Fördertechnik mit Sitz in Wetter zusammengefasst. Zur neuen Sparte gehört jetzt auch die Greiferfabrik in Duisburg-Hamborn. Dagegen verlagert man den Bau von Mobilkranen von Wetter zur Sparte Baumaschinen nach Benrath. 

    1969

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  • 1972

     

    Die Demag Fördertechnik eröffnet ein neues Motorenwerk in Uslar. Am neuen Standort in Niedersachsen baut das Unternehmen bald kleinere und mittelgroße Bremsmotoren, die nach dem patentierten Konusläufer-Bremsprinzip arbeiten. Größere Motoren werden dagegen weiterhin im ehemaligen Conz-Werk in Hamburg produziert.

    1972

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  • 1973

     

    In Hagen-Vorhalle in der Nähe von Wetter geht die Versuchsstrecke für ein innovatives Verkehrsmittel in Betrieb: Das „Cabinentaxi" ist eine Hochbahn, die Demag zusammen mit einem Partnerunternehmen im Auftrag des Bundes entwickelt hat. Die Kabinen fahren vollautomatisch und unabhängig voneinander – und zwar oberhalb und unterhalb der Schiene (Bild). 

    1973

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  • 1973

     

    Der Mannesmann Konzern hält erstmals die Mehrheit des Demag-Aktienkapitals und übernimmt das Unternehmen in den folgenden Jahren ganz. Unter dem Dach von Mannesmann bekommt die Demag neue Fertigungsbereiche und straffere Strukturen. Mannesmann wächst durch die Übernahme zu einem der größten Maschinenbauer der Welt.

    1973

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  • 1974

     

    Die Demag Fördertechnik eröffnet in Brasilien eine eigene Fertigungsstätte. Das Joint Venture Movicarga nahe Sao Paolo produziert Ketten- und Seilzüge sowie Lauf- und Hängekrananlagen und entwickelt sich rasch zum führenden Anbieter in Südamerika. 1979 ziehen sich die brasilianischen Partner zurück, und die Movicarga kommt als Mannesmann Demag Movicarga ganz in deutsche Hand.

    1974

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  • 1975

     

    Die Demag Fördertechnik bekommt ein neues Verwaltungsbau in Wetter/Ruhr. Die moderne Zentrale liegt auf einer Anhöhe über dem Ort und ist durch einen Shuttle-Service mit dem Werk im Tal verbunden. Das Haus ist vollklimatisiert und bietet den Mitarbeitern mit Großraumbüros eine moderne Arbeitsumgebung und fortschrittliche Technik.

    1975

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  • 1975

     

    Die Demag nimmt den Manulift ins Programm. Mit diesem Hebezeug lassen sich Lasten schnell und sicher mit nur einer Hand bewegen. Der Manulift basiert auf der Hubeinheit des Kettenzugs PK, ergänzt durch ein universelles und beidhändig zu bedienendes Steuergerät.

    1975

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  • 1976

     

    Unter dem Dach der Demag Fördertechnik gründet sich die Sparte Verteiltechnik, in die auch die schon 1970 gegründete Demag Systemtechnik integriert wird. An ihren Standorten in Wetter, Mannheim und Offenbach entwickelt die neue Sparte mit großem Erfolg Rollenförderer und Hochregallager (Bild: IBM Mailand)

    1976

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  • 1976

     

    Im US-Bundesstaat Ohio nimmt die Demag Fördertechnik eine eigene große Fabrik in Betrieb. Auch die Kapazitäten in Kanada werden erweitert, um den nordamerikanischen Markt besser bedienen zu können. Außerdem weiht die Demag Fördertechnik neue Produktionsstätten in Spanien, Großbritannien und Schweden ein. 1976 hat die Sparte insgesamt 11 Auslandsgesellschaften (Bild).

    1976

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  • 1979

     

    Mit dem Steuerschalter DST bringt die Demag einen echten „Alleskönner“ auf den Markt. Mit dem DST lassen sich Krane ebenso wie Hebezeuge oder Maschinen steuern. Durch seine ergonomisch sinnvolle Gestaltung liegt er gut in der Hand und lässt sich bequem und sicher auch über längere Zeiträume bedienen. Er ist in verschiedenen Größen erhältlich.

    1979

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  • 1980

     

    In Wetter geht ein spektakulärer Millionenauftrag ein: Für ein Flugzeugwerk, das die Sowjetunion in Uljanowsk erbauen lässt, liefert die Demag Fördertechnik ein komplettes Hängekransystem, das Lasten von bis zu 40 Tonnen transportiert, sowie Verschiebebrücken und Stichbahnen. Im selben Jahr firmiert die Demag AG zur Mannesmann Demag AG um.

    1980

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  • 1980

     

    Die Mannesmann Demag Fördertechnik stellt das Radblocksystem RS vor. Mit seinem Stahlblechgehäuse ist es optimiert für stoßartige Belastungen sowie für Anwendungen bei hohen Temperaturen. Verschiedene Laufradausführungen und Befestigungsmöglichkeiten machen das Radblocksystem universell einsetzbar. Als „Lösung für harte Einsätze“ bewährt es sich bis heute.

    1980

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  • 1985

     

    Auf der Hannover Messe stellt Demag mit dem Hubwerk DH einen innovativen Nachfolger für den P-Elektrozug vor. Der DH ist robust gebaut und verfügt über eine zweite Bremse, außerdem punktet der neue Seilzug mit integrierter Elektrik in Form einer Wendeschütz-Schaltung,  einer Lastmesseinrichtung und er lässt sich universell anbauen.

    1985

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  • 1986

     

    Die Mannesmann Demag Fördertechnik (MDF) übernimmt in Asien die Hälfte der Anteile an der Mechanical Handling Engineering (MHE). Das Kranbauunternehmen hat seinen Sitz in Singapur und betreibt Fabriken in Singapur, Malaysia, Indonesien, Thailand und auf den Philippinen. Das erfolgreiche Joint Venture besteht bis heute, seit 1993 unter dem Namen MHE-Demag.

    1986

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  • 1988

     

    Ein Meilenstein der Industriegeschichte: Demag fertigt den einmillionsten Kettenzug vom Typ PK. Der 1963 als „Junior“ vorgestellte Kettenzug bewährt sich für Jahrzehnte in ganz unterschiedlichen Einsatzgebieten und wird zu einem Klassiker auf dem Gebiet der Kleinhebezeuge. Bereits vier Jahre vorher konnte man auf 1 Million Kleinhebezeuge (Kettenzüge u.a. ) zurückblicken.

    1988

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  • 1990

     

    Der Kettenzug DK wird vorgestellt und löst das weltweit erfolgreiche Vorgängermodell PK ab. Die Highlights: Zahlreiche Optionen für Hub- und Katzanwendungen, die den DK zu einem universellen Hebezeug für nahezu alle Anwendungsbereiche werden lassen.

    1990

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  • 1990

     

    Nach dem Fall der Mauer übernimmt die Mannesmann Demag Fördertechnik einen Teil der Produktion des ehemaligen DDR-Kranbauers Takraf. Um das Hebetechnik-Werk im thüringischen Luisenthal weiterzuführen, gründet man das Joint Venture Mannesmann Demag Takraf. In der Folge konzentriert die Demag für Jahre die gesamte Produktion von Standard-Laufkranen am neuen Standort Luisenthal.

    1990

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  • 1991

     

    Die Mannesmann Demag Fördertechnik kauft das US-amerikanische Unternehmen Rapistan in Michigan. Mit rund tausend Mitarbeitern ist Rapistan Marktführer für Fördertechnik bei Lebensmitteln sowie in der Getränkeindustrie. Durch die Integration von Rapistan und der kleineren Buschman Company gelingt Demag der Durchbruch auf dem amerikanischen Markt für Rollenförderer. 

    1991

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  • 1992

     

    Mannesmann löst die Fördertechnik aus dem Verbund der Mannesmann Demag AG heraus und gründet die Mannesmann Demag Fördertechnik AG. Die neue Gesellschaft beschäftigt rund 11.000 Mitarbeiter, ein Drittel davon im Ausland, und gliedert sich in die Sparten Kran- und Handhabungstechnik, Systemtechnik und Komponenten. Geleitet wird sie von Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Franke.

    1992

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  • 1997

     

    Die Mannesman Demag Fördertechnik AG firmiert um zur Mannesmann Dematic AG. Der neue Name spiegelt nicht nur die internationale Ausrichtung wider, er ist auch motiviert durch die großen Erfolge und neuen Entwicklungen im Bereich der Automatisierung und Systemtechnik. So ist Mannesmann Dematic führend in der Postautomation.

    1997

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  • 1997

     

    Dematic stellt sein Programm an Getriebemotoren der Öffentlichkeit vor.

    Mit dem nun zur Verfügung stehenden Systembaukasten an Motoren, Getrieben, Getriebemotoren und Radsystemen werden Kundenanforderungen maßgerecht umgesetzt. Aus diesen exakt aufeinander abgestimmten Komponenten lassen sich vollständige Fahreinheiten erstellen.

    1997

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  • 1998

     

    Die MHE Demag ist in Singapur am Bau des höchsten Gebäudes der Welt beteiligt, der Petronas Towers. Sie liefert 13 Building Maintenance Units für die Baustelle der Zwillingstürme in mehr als 400 Metern Höhe. Bis heute unterhält MHE Demag ein Service Depot in den Petronas Towers für Instandhaltungsarbeiten.

    1998

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  • 1999

     

    Demag Radblocksystem für Reichstagskuppel

    Seit in Berlin der Reichstag nach langer Umbauphase als Sitz des deutschen Parlaments wiedereröffnet wird, ist Demag auch hier vertreten. In der Glaskuppel des Gebäudes ist ein Spiegelelement installiert, mit dem diffuses Tageslicht in den 10 m tiefer liegenden Plenarsaal reflektiert wird. Das Radblocksystem RS sorgt für Bewegung und die genaue Positionierung des Lichtumlenkelements.

    1999

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  • 2000

     

    Der letzte gemeinsame Auftritt: Mannesmann Dematic präsentiert 2000 sein komplettes Portfolio auf der Hannover Messe Industrie, direkt neben dem Mutterkonzern Mannesmann, dessen Industriesparte bereits als Atecs auftritt.

    2000

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  • 2000

     

    Der britische Mobilfunkanbieter Vodafone übernimmt den Mannesmann-Konzern nach einer spektakulären Bieterschlacht. Für die Mannesmann Dematic und ihre Marke Demag ist die Zukunft ungewiss, denn Vodafone interessiert sich ausschließlich für den Mannesmann Mobilfunk. Pläne, den gesamten Maschinenbau als eigenen Konzern unter dem Namen Atecs an die Börse zu bringen, scheitern.

    2000

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  • 2000

     

    Mit der Inbetriebnahme des Distributionszentrums am Standort Wetter wird ein großer Schritt in Richtung Kundennähe gemacht.

    Mehr als 5.000 Palettenplätze und nahezu 20.000 Lagerbehälter stehen zur Verfügung, um Ersatzteile und und Krankomponenten zu lagern. In der Großteilehalle werden z.B. Seilzüge für den weltweiten Versand vorbereitet.

    Heute können rund 13.000 verschiedene Ersatzteile innerhalb von 24 Stunden an die Kunden verschickt werden.

    2000

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  • 2001

     

    Vodafone zerschlägt den Mannesmann-Konzern und verkauft Teile des Maschinenbaus an Siemens. Die in der Mannesmann Dematic zusammengefasste Fördertechnik wird geteilt: Während die Verteiltechnik mit Hochregallagern und Rollenförderern in die neue Siemens Dematic eingebracht wird, firmiert die Kran- und Hebezeugsparte als Demag Cranes and Components GmbH und wird 2002 an den amerikanischen Finanzinvestor Kohlberg, Kravis & Roberts (KKR) verkauft.

    2001

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  • 2003

     

    Die Demag Cranes & Components bringt den neuen Elektroseilzug DR auf den Markt. Anders als seine Vorgänger ist der DR nicht universell ausgerichtet, sondern bewusst auf den Einsatz in Kranen zugeschnitten und in Kombination mit einer Einschienenkatze erhältlich. Außerdem verfügt er als erster Seilzug weltweit über eine zukunftsweisende elektronische Steuerung.

    2003

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  • 2003

     

    Die US-Beteiligungsgesellschaft KKR schließt die Demag Kettenzug-Fabrik in Bad Bergzabern und verlagert die Produktion nach Wetter. Dafür gibt Wetter den Bau von Prozesskranen ganz ins tschechische Slany ab. Dort investiert die Demag Cranes & Components mehrere Millionen Euro in ein modernes Kranwerk (Bild).

    2003

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  • 2004

     

    In Wetter stellt die Demag Cranes & Components den neuen Kettenzug DC vor. Dabei handelt es sich um ein robustes Kleinhebezeug, das sich flexibel einsetzen und leicht installieren lässt. Der DC wird in Wetter/Ruhr seriell hergestellt und bewährt sich in vielen unterschiedlichen Arbeitsgebieten.

    2004

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  • 2006

     

    Die US-Eigentümerin KKR bringt die Demag Cranes & Components zusammen mit dem Düsseldorfer Kranhersteller Gottwald an die Börse. In der neuen Gesellschaft mit dem Namen Demag Cranes AG kommen zwei Weltmarken zusammen: die Demag mit Industriekranen, Hebezeugen und Service – und Gottwald, führender Anbieter im Bereich Hafenlogistik. Der Börsengang ist erfolgreich, Demag Cranes kann sich als eigene Aktiengesellschaft behaupten.

    2006

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  • 2009

     

    Mit sieben automatisierten Prozesskranen stattet Demag ein Versandlager für Papierrollen im türkischen Corlu aus. Bei einer Lagerkapazität von mehr als 70.000 t  Papier ist es das größte weltweit neu gebaute Versandlager der Welt. Zum Lieferumfang, den Demag gemeinsam mit der langjährigen Vertretung Genel Makina realisiert, gehört die komplette Lagerverwaltung sowie die Ansteuerung des Rollentransportsystems.

    2009

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  • 2010

     

    Das Werk Wetter wird mit dem Industrial Excellence Award als „Beste Fabrik 2010“ ausgezeichnet, nachdem die Produktion zuvor mit hohen Investitionen und viel Engagement der Mitarbeiter modernisiert wurde. Zur neuen Arbeitsorganisation gehört etwa auch die „Inselfertigung“, bei der mehrere Arbeitsschritte flexibel direkt hintereinander erledigt werden.

    2010

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  • 2010

     

    Das Werk Wetter lädt Mitarbeiter, Familien, Kunden und Interessierte zum Tag der offenen Tür nach Wetter ein. Tausende Besucher kamen, um einen Blick hinter die Fabriktore zu werfen und sich die Produktionsabläufe erklären zu lassen.

    2010

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  • 2011

     

    Die Demag wird amerikanisch, als der US-Krankonzern Terex die Aktienmehrheit an der Demag Cranes AG erhält. Durch die Integration von Demag und Gottwald entsteht der neue Terex Unternehmensbereich Terex Material Handling & Port Solutions (MHPS). Die weltbekannte Marke Demag bleibt für den Bereich Industriekran bestehen, ergänzt um den Zusatz „A Terex Brand“.

    2011

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  • 2014

     

    Im Werk Wetter wird der neue Demag V-Profilkran vorgestellt. Durch seinen V-förmigen Aufbau ist er viel leichter gebaut als herkömmliche Brückenkrane. Verjüngte Membrangelenke verbessern zudem das Schwingungsverhalten. Das neue Kranmodell wird patentiert und mit vielen Preisen ausgezeichnet.

    2014

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  • 2015

     

    Demag nimmt ein neues Kettenzug-Modell für besondere Aufgaben ins Programm. Der Quadrokettenzug Demag LDC-Q mit vier Kettenabläufen wird überall dort eingesetzt, wo vier Anschlagspunkte für das Heben und den Transport notwendig sind (Bild: Lebensmittelindustrie)

    2015

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  • 2015

     

    Die DRC D3 Funksteuerung kommt als Standardsteuerung für Demag Universalkrane auf den Markt und überzeugt auf ganzer Linie: Die Handsender verfügen etwa über eine besonders lange Akkulaufzeit und erlauben einen ununterbrochenen Betrieb von bis zu fünf Tagen. Außerdem ist es möglich, bis zu drei der Sender gleichzeitig an einem Kran anzumelden und auf Knopfdruck zu wechseln.

    2015

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  • 2015

     

    Ein Seilzug. Zwei Bauformen. Alle Möglichkeiten.

    Mit einem dreitägigen Event für Kunden und Fachpresse stellt Demag ein neues modulares Hebezeug vor. Der Seilzug DMR (Demag Modular Rope Hoist) lässt sich mit einer großen Bandbreite exakt für die individuelle Anwendung optimieren. Einzigartig ist auch die flexible Seilzugkonfiguration, die es erlaubt, den Seilzug entweder in C-Bauform oder in Co-Axial-Bauform auszuführen.

    2015

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  • 2015

     

    Eine neue Entwicklung aus Wetter ermöglicht Ferndiagnose in Echtzeit: Mit der Demag Status Control lassen sich Krane von überall aus permanent überwachen. Das System erfasst und dokumentiert alle relevanten Krandaten, etwa auch den Ladezustand der Batterien, und überträgt sie auf ein Tablet oder Smartphone. Das macht es möglich, Krananlagen auch aus der Ferne bequem, sicher und effizient zu managen.

    2015

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  • 2016

     

    Die Demag unterzeichnet den größten Serviceauftrag ihrer Geschichte. In vier deutschen Fabriken des Daimler-Konzerns sind die Servicetechniker der Demag seitdem für Wartung und Instandhaltung der Krananlagen zuständig. Das Volumen umfasst mehr als 10.000 Industriekrane mit Traglasten von bis zu 63 Tonnen und mehr als 23.000 Kran- und Hebezeuge. 

    2016

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  • 2016

     

    Auf dem Werksgelände in Wetter präsentiert Demag Kunden aus aller Welt Neuheiten und Entwicklungen. Die ersten „Demag Discovery Days“ locken mit einem interessanten Programm über zwei Tage hinweg Besucher aus rund 40 verschiedenen Ländern an.

    2016

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  • 2017

     

    Der finnische Kranhersteller Konecranes aquiriert den Bereich Material Handling and Port Solutions mit den Marken Demag und Gottwald von Terex. Konecranes wächst dadurch zum weltweit größten Hersteller von Industriekranen. Demag wird wieder europäisch und bekommt erstmals einen Eigentümer, der ihr bei Engineering-Kompetenzen, Produktexpertise und Marktkenntnis auf Augenhöhe begegnet. Das macht Konecranes und Demag, das nun wieder Demag Cranes & Components heißt, zu perfekten Partnern.

    2017

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